Blumennagel

09 05 2012 DIY

Weihnachten brauchte ich einen richtig fetten Nagel.

Für den Baum.

Denn dort, wo jede normale Tanne eine zulaufende Spitze hat, fand sich an unserem Exemplar ein abgesägter Ast von nicht unerheblichem Durchmesser.

Ich hatte Mitleid.

Mit dem Baum.

Deshalb wurde er trotz dieser - äh - Auffälligkeit -  unser Weihnachtsbaum. In der Vormutterzeit eine undenkbare Gefühlsduseligkeit - da galt das Motto: Top oder Hop - jetzt, nach soviel Jahren Mamasein: Man wird echt milde...Kennt Ihr das?

Der fette Nagel vom lokalen Landhandel wurde als Ersatzspitze eingerammt und war der perfekte Dorn für einen großen Rattanstern. Alles wunderbar. Alles klingelingeling. Ich war begeistert - besonders von dem großen Nagel!

Der wäre doch auch ein genialer Kettenhalter! Aufgehübscht mit Farbe, Washi-Tape und Kupferhäkelblüte verbreiten er und seine Freunde nun stets zu Diensten gute Laune unter meinen Lieblingen.


Ich hatte nur Kupferdraht da, übriggeblieben von diesem Projekt, es geht aber natürlich auch mit Messing- oder Silberdraht. Es gibt, glaube ich, sogar schon extra weichen Draht zum Stricken oder Häkeln im Bastelladen. Wer lieber weniger große Einschläge hinterlässt, nimmt dünnere Dachpappennägel - die haben so schöne breite Köpfe!


Mit Metall zu häkeln ist zuerst etwas ungewohnt und sperrig, aber man bekommt schnell ein Gefühl dafür. Am besten macht man sich erst mit dem Konzept einer gehäkelten Blüte vertraut um dann - so ungefähr - dass Ganze in Metall umzusetzen. Es muss nicht jede Masche genau richtig sitzen, da sich der Draht hinterher sowieso noch schön in Form biegen lässt.


Hier und hier und überall im Netz gibt es Anleitungen für Häkelblüten. Die fertige Blüte habe ich nur einfach aufgesteckt. Dafür den inneren Blütenkreis ganz eng häkeln, so sitzt das Ganze dann schön fest auf dem Nagel. Natürlich kann man auch Wolle statt Draht nehmen!

Und diese mini Blumennägel sind auch klasse!

XOXO